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29.03.2021, 14:57 Uhr
VRR reagiert auf Trend zu mehr HomeOffice
Ticket-Pilot für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im HomeOffice beschlossen
„Brauchen Arbeitnehmer im HomeOffice ein Firmenticket für den Nahverkehr? Im Prinzip ja, aber nicht für die Tage im HomeOffice, sondern für alle anderen Tage“, so kommentiert der CDU-Stadtverordnete Wolfgang Heinberg, Mitglied im Verwaltungsrat des VRR AöR eine neue Tarif-Initiative des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), die am 24.03.21 auf den Weg gebracht wurde.

Für den verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, der beim Thema Mobilität auch immer die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Blick hat, steht fest: „Die Entwicklung zu mehr Videokonferenzen und HomeOffice wird sich auch nach der Corona-Pandemie mutmaßlich nicht mehr vollständig umkehren. Aber trotz HomeOffice pendeln viele Arbeitnehmer weiterhin an durchschnittlich 2 bis 3 Tagen in der Woche zum Arbeitsplatz. Wenn sich diese Entwicklung verfestigt, dann wird sich das Angebot im Nahverkehr nachhaltig verändern und auch in seiner Tarifstruktur kreativer und flexibler werden müssen. Der neue VRR-FlexTarif passt in die aktuellen Strategien zur Pandemie-Bekämpfung, ist darüber hinaus ein wichtiger Schritt im Kontext der Mobilitätswende und ein nicht zu unterschätzender Bestandteil einer zukunftsorientierten und bedarfsgerechten Kunden-Akquiseoffensive für den ÖPNV“, so Wolfgang Heinberg weiter.

Die Ergebnisse einer vom VRR beauftragten Umfrage lassen Rückschlüsse auf die Relevanz des Themas zu. Laut der im März veröffentlichten VRR-Befragungsergebnisse ist der Anteil der ÖPNV-Nie-Nutzer in den letzten Monaten von einem Viertel auf jetzt 55% gestiegen. Weil dieser Trend wieder gebrochen werden soll, so Wolfgang Heinberg, ist in den Gremien des VRR jetzt ein für die Zielgruppe der Kunden im HomeOffice zugeschnittenes, flexibles Ticket beraten und entschieden worden. Das sogenannte FlexTicket-Modell sieht vor, dass ein monatlicher Grundbetrag von 20 € vom Arbeitnehmer oder auch ggf. vom Arbeitgeber gezahlt wird. Im Gegenzug kann der Inhaber des Tickets dann innerhalb von 30 Tagen 12 vergünstigte 24-Stunden-Tickets kaufen.

Das Abo-Modell FlexTicket soll zunächst mit der Düsseldorfer Rheinbahn AG und weiteren Großkunden starten. Die Erprobung soll über zwei Jahre erfolgen. Wolfgang Heinberg: „Der VRR hat das neue Abo-Modell jetzt grundsätzlich möglich gemacht und ein erstes Pilotgebiet definiert. Ich würde mir wünschen, dass dieses Pilotprojekt in einer der nächsten Stufen auch bei der Bogestra und der Vestischen getestet wird.“

Folgende Fahrpreise hat der Verwaltungsrat der VRR AöR am 24.3.2021 beschlossen (vgl. VRR-Drucksache M/X/2021/0029):
Preis eines einzelnen 24-StundenTicket im FlexTicket-Modell
Preisstufe
A 2,50 €
B 4,40 €
C 6,60 €
D 8,60 €
 
Beispiel-Rechnung laut VRR-Drucksache:
„Bei einem Grundbetrag von 20 EUR, plus dem Zugriff auf zwölf stark rabattierte 24-Stunden-Tickets, bezahlen Mitarbeitende der beteiligten Unternehmen im FlexTicket-Modell für die Preisstufe B zukünftig 72,80 EUR auf Grundlage dieser Kalkulation: 20 EUR + (12 x 4,40 EUR).“ (ebenda)