Bildung ist der Schlüssel für Gelsenkirchens Zukunft
CDU-Kreisvorsitzender, Landtagskandidat und bildungspolitischer Sprecher informiert sich über Herausforderungen, Perspektiven und den Schulalltag am Berufskolleg am Goldberg.
Bildung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit Gelsenkirchens. Davon ist Hobie Fischbach, CDU-Kreisvorsitzender, Landtagskandidat und bildungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, überzeugt. Um sich ein eigenes Bild von der aktuellen Situation an den Schulen zu machen, besuchte er das Berufskolleg am Goldberg. Schulleiter Ralf Niebisch nahm sich die Zeit, Fischbach durch die Schule zu führen und mit ihm über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu sprechen.
Das Berufskolleg am Goldberg zählt mit insgesamt 2.139 Schülerinnen und Schülern sowie über 100 Lehrkräften zu den großen Bildungsstandorten Gelsenkirchens. Bei seinem Besuch erhielt Fischbach nicht nur Einblicke in die organisatorischen und strukturellen Abläufe, sondern nahm auch am Unterricht verschiedener Klassen teil. Von internationalen Förderklassen bis hin zu industriell ausgerichteten Bildungsgängen konnte er sich unmittelbar vom vielfältigen Bildungsangebot überzeugen. „Mir ist wichtig, nicht nur am Schreibtisch über Bildungspolitik zu sprechen, sondern die Situation vor Ort kennenzulernen. Deshalb habe ich heute auch selbst wieder die Schulbank gedrückt. Die Gespräche mit der Schulleitung, den Lehrkräften und die unmittelbaren Eindrücke aus dem Unterricht waren für mich besonders wertvoll“, erklärt Fischbach.
Haushaltssperre, Sanierungsbedarf und Zukunft des Schulstandortes
Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die Auswirkungen der aktuellen Haushaltssperre auf den Schulbetrieb, notwendige Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie die bauliche Weiterentwicklung des Standortes im Rahmen des Bildungs- und Innovationscampus.
Bei der gemeinsamen Gebäudebegehung konnte Fischbach sowohl bereits sanierte Bereiche als auch ältere Gebäudeteile besichtigen. Dabei wurden unter anderem der notwendige Hitzeschutz, der Umgang mit Schadstoffbelastungen und pragmatische Lösungen für bestehende bauliche Herausforderungen thematisiert.
Auch die Zusammenarbeit des Berufskollegs mit der Industrie- und Handelskammer, dem Jobcenter und regionalen Unternehmen spielte eine wichtige Rolle. Gerade die Verbindung zwischen schulischer Bildung, beruflicher Qualifizierung und konkreten Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven sei für eine Stadt wie Gelsenkirchen von besonderer Bedeutung.
Bildungserfolg darf nicht von der Herkunft abhängen
Neben den örtlichen Herausforderungen wurden auch grundsätzliche bildungspolitische Fragen diskutiert. Dazu gehörten die Ergebnisse der PISA-Studien, der Schulabsentismus sowie aktuelle landespolitische Entwicklungen wie der Schulkompass.
Besonders wichtig war Fischbach die Frage, wie es gelingen kann, Bildungserfolge stärker von der sozialen Herkunft junger Menschen zu entkoppeln. „Der Bildungserfolg eines Kindes darf nicht davon abhängen, aus welchem Elternhaus es kommt. Gerade in Gelsenkirchen müssen wir alles daransetzen, jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft echte Aufstiegschancen zu ermöglichen. Bildung ist nicht nur eine Frage individueller Zukunftsperspektiven, sondern auch der Schlüssel für die Entwicklung unserer gesamten Stadt“, betont Fischbach.
Engagiertes Kollegium und starker Zusammenhalt
Besonders beeindruckt zeigte sich der CDU-Politiker vom Engagement der Schulleitung und des Kollegiums. Über 100 Lehrkräfte arbeiten täglich daran, den mehr als 2.000 Schülerinnen und Schülern Wissen, Kompetenzen und Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu vermitteln.
Auch der Zusammenhalt zwischen den Gelsenkirchener Schulen wurde im Gespräch hervorgehoben. Gegenseitige Unterstützung, Zusammenarbeit und der Austausch über gemeinsame Herausforderungen seien wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungslandschaft.
Eine zentrale Erkenntnis des Besuchs war für Fischbach zudem die Bedeutung eines kontinuierlichen Realitätschecks: Schulen müssten sich immer wieder fragen, was gut funktioniere, wo Verbesserungsbedarf bestehe und welche bisherigen Ansätze kritisch hinterfragt werden sollten. „Diesen Anspruch sollten wir auch an die Politik stellen. Wir müssen regelmäßig überprüfen, ob unsere Entscheidungen tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Deshalb sind mir Schulbesuche und der direkte Austausch mit den Verantwortlichen so wichtig“, erklärt Fischbach.
Bildung als Zukunftsaufgabe für Gelsenkirchen
Zum Abschluss zog Fischbach ein positives Fazit seines Besuchs. Das Berufskolleg am Goldberg habe sich als engagierter und vielseitiger Bildungsstandort präsentiert, an dem trotz vielfältiger Herausforderungen täglich wichtige Arbeit für die Zukunft junger Menschen geleistet werde. „Ich habe eine hoch engagierte Schule erlebt, deren Schulleitung und Kollegium mit großem Einsatz für ihre Schülerinnen und Schüler arbeiten. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung. Für mich steht fest: Bildung ist die Rettung unserer Stadt Gelsenkirchen. Wenn wir unsere Stadt nachhaltig voranbringen wollen, müssen wir bei den Bildungschancen unserer Kinder und Jugendlichen anfangen.“
Fischbach kündigte an, auch künftig den direkten Austausch mit Schulen und Berufskollegs in Gelsenkirchen zu suchen und die gewonnenen Erkenntnisse in seine kommunal- und landespolitische Arbeit einfließen zu lassen. Sein besonderer Dank gilt Schulleiter Ralf Niebisch und dem gesamten Team des Berufskollegs am Goldberg für die offenen Gespräche und die umfangreichen Einblicke in den Schulalltag.