Land baut frühkindliche Sprachförderung aus
Hobie Fischbach: Sprache ist der Schlüssel für Bildungserfolg und gelungene Integration
Nordrhein-Westfalen stärkt die frühkindliche Sprachförderung deutlich: Mit der Einführung landesweit verpflichtender ABC-Klassen im Jahr vor der Einschulung sollen Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf frühzeitig unterstützt werden. Die Pläne wurden am Dienstag von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schulministerin Dorothee Feller vorgestellt.
Dazu erklärt Hobie Fischbach, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Gelsenkirchen: „Sprache ist der Schlüssel für Bildungserfolg und zugleich eine zentrale Voraussetzung für gelungene Integration. Wer sich verständigen kann, findet leichter Anschluss, entwickelt Selbstvertrauen und kann aktiv am schulischen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Genau hier setzen die verpflichtenden ABC-Klassen an.“
Durch eine frühere Schulanmeldung könne die gezielte Förderung rechtzeitig beginnen; noch vor dem Start des regulären Unterrichts. „Gerade in einer Stadt wie Gelsenkirchen, in der viele Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Voraussetzungen aufwachsen, ist frühe Sprachförderung ein entscheidender Baustein für mehr Integration und Bildungsaufstieg“, so Fischbach weiter. Die ersten ABC-Klassen sollen ab dem Schuljahr 2028/29 starten.
Zugleich betont Fischbach die Verantwortung des Landes gegenüber den Kommunen: „Neue Aufgaben dürfen nicht zulasten der Städte gehen. Deshalb steht die CDU klar zum Konnexitätsprinzip. Das Land übernimmt die Kosten für zusätzliche Räume, Materialien und notwendige Fahrtkosten. Nur so kann die Umsetzung vor Ort gelingen.“
Abschließend unterstreicht Fischbach: „Mit den ABC-Klassen investieren wir nicht nur in Bildung, sondern auch in Zusammenhalt und Integration. Jedes Kind soll die Chance haben, gut vorbereitet, integriert und mit fairen Startbedingungen in seine Schulzeit zu beginnen – unabhängig von Herkunft oder Wohnort.“