Gelsenkirchens Arbeitslosigkeit im Februar leicht rückläufig
Erstes positives Signal, aber weiter hohe strukturelle Herausforderungen
Die regionale Arbeitsmarktmeldung für Februar 2026 zeigt einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen. Rund 21.400 Menschen waren arbeitslos, die Quote fiel gegenüber Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 15,7 %. Die CDU-Fraktion begrüßt das erste positive Signal, mahnt jedoch, die Ursachen anzugehen, damit aus kurzfristiger Entspannung nachhaltige Perspektiven werden.
Die Zahlen sind ein Schritt in die richtige Richtung, machen aber zugleich die tiefen strukturellen Probleme sichtbar. Langzeitarbeitslosigkeit, Qualifikationslücken und fehlende Anschlussangebote für Menschen mit geringerer schulischer oder beruflicher Ausbildung. Wie so oft, die Nachkommerstellen verändern sich, die rote Laterne bleibt. Die CDU-Fraktion fordert daher ein Bündel pragmatischer Maßnahmen, die mit dem Zukunftsprogramm Arbeit für Gelsenkirchen konsequent anzugehen sind: gezielte Qualifizierungs- und Umschulungsangebote in Kooperation mit regionalen Unternehmen, Ausbau von Ausbildungsplätzen und dualen Lernformaten, verstärkte Förderung digitaler Kompetenzen sowie passgenaue Integrationsangebote für Langzeitarbeitslose. Eine wesentliche Rolle fällt hierbei dem Bereich der unübersehbaren Nachqualifizierung zu.
Ebenso wichtig sind bessere Kinderbetreuungsangebote und flexible Arbeitszeiten, damit Erwerbstätigkeit mit Familienverantwortung vereinbar ist. Auf kommunaler Ebene muss Gelsenkirchen vorhandene Fördermittel effizient bündeln, digitale Beratungsangebote ausbauen und eng mit der Wirtschaftsförderung sowie den Jobcentern zusammenarbeiten.
Solide Finanzen bleiben dabei Voraussetzung: Fördermittel zielgerichtet einsetzen, statt neue Belastungen für Bürgerinnen und Bürger.
Alfred Brosch, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gelsenkirchen: „Das Absinken der Quote ist ermutigend, darf uns aber nicht zur Entwarnung verleiten. Wir setzen auf praxisnahe Qualifizierung, starke Partnerschaften mit der Wirtschaft und gezielte Förderungen für unsere Stadtteile. Nur so schaffen wir dauerhafte Beschäftigungsperspektiven und stärken Gelsenkirchen nachhaltig."